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Ausflugsziele

Das Werk in Stjärnsund – Leise und still am Ufer des Sees Grycken liegt „das weiße Werk“, Stjärnsund, das vielleicht am besten erhaltene Werk von Dalarna aus dem 18. Jahrhundert. Stjärnsund wurde von Christopher Polhem, „dem Vater der schwedischen Mechanik“, und seinem Kompagnon Gabriel Stierncrona gegründet. Sie hatten im Jahre 1700 die Rechte erhalten, ein Manufakturwerk zu errichten, eine der ersten Fabriken in Schweden für „gemeinnützige Dinge“. Im Werk wurde das Prinzip des Fließbandes ausgenutzt. Hier stellte man auch den Polhem-Knoten und das Polhem-Schloss her. Das Schloss war ein Vorgänger zu den Sicherheitsschlössern unserer Tage. Die berühmten Stiernsund-Uhren nach Polhems 300 Jahre altem mechanischen Prinzip konstruiert, werden immer noch in Stjärnsund hergestellt.

Große Teile des Werkes wurden im Jahre 1737 von einem Brand verwüstet, aber sie wurden längs einer Nord-Südachse nach französischem Vorbild wieder errichtet. Stora herrgården (der Große Herrenhof ), (1779) hat mehrere sehenswürdige Interieure aus dem 18. Jahrhundert. Die neurenovierte Schmiede, eins der wenigen erhaltenen Industriegebäude in Stjärnsund, hat eine neue geschätzte Funktion als Versammlungslokal für Theater und Musikveranstaltungen erhalten. In dem Polhem-Museum erfährt man über Polhems Leben und Schaffen in Stjärnsund.

“Ich Stierncrona mit Kapital und ich Christopher Polhammar mit Geist und Verstand haben die Entscheidung getroffen, ein Manufakturwerk anzulegen.“

So beginnt der Tradition nach die Vereinbarung, die die Grundlage des Werkes in Stjärnsund, Stjärnsunds bruk, werden sollte.

Englischer Park – Im Jahre 1799 fing man an, diesen Park anzulegen. Die malerische englische. Landschaft diente als Vorbild, wo die Grenze zwischen Landschaft und Park nicht deutlich auszumachen war. Das Flüsschen Sörboån wurde eingedämmt, und Kanäle und Teiche wurden ausgehoben. Viele weiße, gewölbte Brücken verbanden die Inseln und eine ganz neue Park- und Wasserlandschaft wurde konstruiert. Im Park gab es geheime Gartenwege, einen Freilichtaltar, die Dreifaltigkeitquelle, Lusthäuschen, Skulpturen und eine Kegelbahn. Die Naturromantik war große Mode. Der Park ist im Sommer für Besucher offen.Verlassen Sie den Alltag und genießen Sie die Stille.Carpe diem – Nützen Sie den Tag!

Husby-Smedby – Der Sprengel Husby ist eins der ältesten Siedlungsgebiete Dalarnas. Er wurde im frühen Mittelalter das administrative Zentrum für das südliche Dalarna und wurde von den beiden Domänen Husby und Näs aus verwaltet. Die Einwohner in Husby wussten schon früh, wie Eisen hergestellt wurde, und hier befindet sich der Überlieferung nach das älteste Bergbaugebiet Schwedens – genau wie alt, lässt sich nicht mehr feststellen. Der Name Husby stammt von den sogenannten Husabyar. Es waren Domänen die dem königlichen Gut, Uppsala Öd, unterstellt waren. Die Domäne Husby war die nördlichste von allen “Husabyar“ des Uppsalaer Königs. Auf der Domäne Husby wurde im 13. Jahrhundert Dalalagen, das Gesetz für die Provinz Dalarna, schriftlich festgelegt und hier wurde auch der Freibrief für die Grube in Falun im Jahre 1347 erlassen. Smedby, eine der ältesten Ortschaften in Dalarna, war lange Zeit Zentralort des Sprengels von Husby mit Kirche, Gerichtsgebäude, Gastwirtschaft, Heimatmuseum und Bank. Die Kirche zu Husby erhielt ihre gegenwärtige Gestaltung in den Jahren 1779-82, als die bis dahin mittelalterliche Kirche erweitert wurde. In der Kirche sind mehrere Gegenstände aus dem 15. Jahrhundert vorhanden und eine einmalig schöne Sammlung von alten Kirchentextilien.

Das Werk in Långshyttan – Die natürlichen Wasserfälle und die reichliche Wasserströmung des Långshytteströmmen waren gute Voraussetzungen für die Eisenherstellung schon im 15. Jahrhundert. Das Erz wurde von den Gruben in Bispberg und Garpenberg geholt. Mitte des 18. Jahrhunderts errichteten die Bergleute eine Eisenhütte (aus Steinen mit dem Oberteil aus Holz). Sie wurde im Jahre 1861 durch ein prächtiges Hüttengebäude ersetzt. Das war das größte in Schweden, sowohl der Größe als auch der Kapazität nach. Beide Hütten stehen immer noch heute. Von mehreren ehemaligen Eisenhütten im Sprengel Husby besteht heute nur noch Långshyttan. Heute umfasst die Produktionen Edelstahl und Schnellstahl.

Das werk in Silvhytteå – Die Seen Fullen und Grycken, für ewig durch einen reißenden Wasserfall vereint, nehmen einen zentralen Platz in Silvhytteå ein. Am Rand des Wassers spiegelt sich die Ruine der Eisenhütte, die im Jahre 1787 von dem Werk in Stjärnsund (Stjärnsunds bruk) gebaut wurde. Man sieht noch einige stabile Pfeiler aus Schlackenstein, die einmal ein großes Kohlenhaus trugen. Im Vordergrund steht ein Röstofen, aus grünschimmerndem Schlackenziegel errichtet. Alles ist still und ruhig. Man kann sich nur schwer vorstellen, dass es hier einmal ein Eisenwerk mit mehr als 100 Arbeitern gab. Ende des 17. Jahrhunderts wurde eine Silberhütte am Wasserfall errichtet, und so erhielt der Ort auch seinen Namen. Im 18. Jahrhundert war Silvhytteå ein komplettes Eisenwerk mit Hütte, Röstofen, Erzhof, Büro, Schlosserei und Stall. Ende des Jahres 1872 wurde eine Schleuse gebaut, um die Transporte zwischen den Seen zu erleichtern. Sie wird noch heute benutzt. Das Werk wurde Ende des 19. Jahrhunderts stillgelegt. Die meisten Gebäude wurden abgerissen. Silvhytteå ist heute ein beliebtes Ausflugsziel, geschätzt als industriehistorischer Ort in ruhiger Lage.

Das Werk in Kloster – Am reißenden Strom Klosterån wurden schon im 15. Jahrhundert Hütten für Eisen- und Kupferherstellung angelegt. Der Platz hieß Riddarhyttan, aber erhielt dann den Namen Kloster nach einem Zisterzienserkloster, das im Jahre 1486 fertig stand. Noch heute sind die Grundmauern der Klosterkirche zu sehen. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Kloster zugemacht und Hütten und Hämmer wurden von Bergleuten übernommen. Neben der Eisenverarbeitung wurde auch Schießpulver hergestellt und ab Mitte des 18. Jahrhunderts befand sich hier die größte Pulvermühle Schwedens. Anfang des 19. Jahrhunderts kam ein Blechwalzwerk hinzu. Es war das modernste Walzwerk Schwedens und das Werk Kloster wurde mit der Zeit ein erfolgreiches Eisenwerk. Schlechte Verkehrsanbindungen und wirtschaftliche Flauten führten jedoch zur Stilllegung des Werkes Ende des 19. Jahrhunderts. Im Werksmuseum von Kloster, das sich in dem alten Stall befindet, erfährt der Besucher mehr über die Geschichte des Werkes.

Die Grube in Rällingsberg – An einem kühlen Wintertag im Jahre 1841 suchte Carl Westerholm, ein aufgeschlossener Bauernknecht, nach Erz auf einem alten Grubenfeld, das dem Dorf Hienshyttan gehörte. Mit Hilfe eines geliehenen Kompasses konnte er einen 700 m langen Erzkörper ausfindig machen. Diese Entdeckung wurde für die weitere Entwicklung Långshyttans als Eisenhütte entscheidend, da jetzt die Versorgung mit Eisenerz gesichert war. Die Grube in Rällingsbergs besteht aus vier Schächten, die schön und erstaunlich offen mitten in einer abschüssigen Kulturlandschaft gelegen sind. In der Blütezeit arbeiteten hier etwa 100 Männer und Frauen. Sprengstoffvorrat, Grubenhaus, Maschinenhaus, Klaubhaus und eine Transformatorstation sind noch da. Im Grubenbereich sind auch Ruinen und Reste der Aufbereitungsanlage sowie die eines umfassenden Transportsystems mit Kanälen, Eisenbahn und einer Seilbahn noch vorhanden. Die Grube wurde im Jahre 1932 stillgelegt.