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Das Werk in Kloster

Am reißenden Strom Klosterån wurden schon im 15. Jahrhundert Hütten für Eisen- und Kupferherstellung angelegt. Der Platz hieß Riddarhyttan, aber erhielt dann den Namen Kloster nach einem Zisterzienserkloster, das im Jahre 1486 fertig stand. Noch heute sind die Grundmauern der Klosterkirche zu sehen. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Kloster zugemacht und Hütten und Hämmer wurden von Bergleuten übernommen. Neben der Eisenverarbeitung wurde auch Schießpulver hergestellt und ab Mitte des 18. Jahrhunderts befand sich hier die größte Pulvermühle Schwedens. Anfang des 19. Jahrhunderts kam ein Blechwalzwerk hinzu. Es war das modernste Walzwerk Schwedens und das Werk Kloster wurde mit der Zeit ein erfolgreiches Eisenwerk. Schlechte Verkehrsanbindungen und wirtschaftliche Flauten führten jedoch zur Stilllegung des Werkes Ende des 19. Jahrhunderts. Im Werksmuseum von Kloster, das sich in dem alten Stall befindet, erfährt der Besucher mehr über die Geschichte des Werkes.

 

Gustaf de Laval (1845 – 1913), l, eines der großen technischen Genies des 19. Jahrhunderts, arbeitete in der Zeit von 1876 bis 1877 als Ingenieur im Werk von Kloster. Die alte Hammerschmiede in Kloster wurde de Laval zur Verfügung gestellt. Dort hatte er die Möglichkeit, seine Experimente durchzuführen und seine Erfindungen zu realisieren. Kurz danach konstruierte de Laval nach deutschem Vorbild einen Prototyp, der dann zum Separator wurde, einen Milchentrahmer, der den Rahm von der Milch trennte. In der obersten Etage der Schmiede wurde der Prototyp gebaut, der als Grundlage des weltumspannenden Unternehmens AB Separator dienen sollte. Später nannte sich die Firma Alfa Laval. Der Milchseparator wurde später in der Landwirtschaft überall in der ganzen Welt verwendet. Gustaf de Laval hatte 92 Patente und arbeitete während seiner Lebzeit mit mehr als 200 Projekten.

Gustaf de Lavals Motto: „Man muss über Schrotthaufen vorwärts gehen“.